Die Aufgaben des SBTG

Förderung

Der SBTG förderte Tanz- und Gymnastikprojekte ideell und materiell. Er betrieb Einrichtungen zu Gunsten der sozialen Sicherheit von Kulturschaffenden und verwaltete den Mary Wigman-Fonds zur Unterstützung in Not geratener (älterer) TänzerInnen.

Aus- und Fortbildung

Jahrzehntelang hat der SBTG mit seinen internationalen Sommerkursen für Tanz und Gymnastik, welche 1948-1988 jedes zweite Jahr durchgeführt wurden, für eine hochstehende Weiterbildung gesorgt. Seit 1989 wurde die Fortbildung vor allem mit professionnellen, thematisch orientierten Kursen abgedeckt (Bewegungsarbeit als Prävention, Rückengymnastik, Arbeit am Atem, Bewegung mit älteren Menschen, Spiraldynamik, Gymnastik als Grundlage tänzerischer Bewegung, tanzspezifische Fortbildung etc.).

 

Prüfungsreglemente und Ausbildungen

Der SBTG schuf bereits 1946 die ersten Prüfungsreglemente. Diese wurden im Laufe der Zeit stets verbessert und den Ansprüchen ausländischer, staatlich anerkannter Schulen angepasst.

Es haben über 700 Personen ein SBTG-Diplom als Gymnastiklehrerin/pägagogin und rund 250 Personen als Bewegungspädagogin für klassischen Tanz oder modernen/zeitgenössischen Tanz absolviert. Die Voraussetzung für eine Prüfung nach dem SBTG-Reglement war eine dreijährige Vollzeitausbildung (mindestens 3000 Lektionen) entsprechend den Anforderungen ähnlicher oder pädagogischer Berufe. Das SBTG-Diplom geniesst in Fachkreisen des In- und Auslandes hohen Stellenwert. Auf dem Gebiet des klassischen Tanzes arbeitete der SBTG mit dem SBLV (Schweizerischer BallettlehrerInnenverband) zusammen.

 

Arbeitsgebiete

SBTG-Absolventinnen arbeiten freischaffend oder an Privatschulen, Seminarien, in der Lehreraus- und weiterbildung oder auch zusammen mit Ärzten und PhysiotherapeutInnen.

 

Interessensvertretung

Der SBTG vertrat die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Behörden und Institutionen sowie in der Öffentlichkeit. Er beriet Berufsberatungen, Stipendien-Kommissionen, Krankenkassen und andere öffentliche Institutionen. Er schliesst Gesamtverträge mit verschiedenen Institutionen ab (Beispiele: SUISA,  QUALITOP).

 

Informationsaustausch

Der SBTG förderte den Informationsaustausch unter den Mitgliedern. Er war Herausgeber der Fachzeitschrift Tanz & Gymnastik und betrieb die Website sbtg.ch.

Der SBTG war Mitglied des Dachverbandes Danse Suisse.

Berufliche Anerkennung

Als Folge der fehlenden staatlichen Anerkennung, um die sich der SBTG seit den 1940er Jahren stets bemühte, entstanden kürzere und weniger anspruchsvolle Ausbildungen – und im Zusammenhang damit Verbände, die Mitglieder mit Kurzausbildungen aufnahmen. 1999 gelang dem SBTG ein entscheidender Schritt in Richtung berufliche Anerkennung.

Es trat das Reglement «Berufsprüfung GymnastikstudioleiterIn mit eidgen. Fachausweis» in Kraft, welches vom SBTG in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT erarbeitet worden war. Zugelassen zu dieser Prüfung wurden Bewegungspädagoginnen, welche über 1000 Lektionen Praxiserfahrung vorweisen konnten. Mit diesem Reglement wurden Massstäbe für die Qualifikation von Bewegungspädagoginnen gesetzt.

Die Prüfungsinhalte waren: Vorweisen von umfassendem gymnastischem Können und theoretischem Wissen. Beherrschen eines Bewegungssystems. Fähigkeit, dieses differenziert und vielseitig weiter zu vermitteln. Fähigkeit, ein Studio zu leiten. Seit dem Jahre 2000 haben 32 Personen diese Prüfung absolviert.

 

Öffentlichkeitsarbeit

Der SBTG wirkte bei der Konzeption von Berufsberatungsbroschüren (Stadt Zürich 1978, Schweiz. Verband für Berufsberatung 1996) mit. Es fanden immer wieder Vorträge und praktische Demonstrationen in enger Zusammenarbeit mit Erziehungsdirektionen und Berufsberatungsstellen statt. 1989 erschien im Chronos-Verlag das Buch „Bewegungen. Tanz und Gymnastik in der Schweiz 1939-1989“, eine Dokumentation zum 50jährigen Bestehen des SBTG, herausgegeben von Sabine Gisiger, Sandra Jorio und Ursula Kasics.

 

Vernetzung

Der SBTG arbeitete u.a. mit folgenden Organisationen zusammen:

  • DanseSuisse (Schweizerischer Dachverbandes des professionellen künstlerischen Tanzes)
  • SBLV (Schweizerischer Ballettlehrer-Verband)
  • SVTC (Schweizerischer Verband der Tänzer und Choreographen)
  • Tanzarchiv Lausanne
  • J & S (Jugend und Sport)
  • A & S (Alter und Sport)
  • SUISA
  • BSF (Bund schweizerischer Frauenorganisationen)